Schulweg und Schülertransport Braubach - Lahnstein    

Die FBL-Fraktion beantragte in einem Schreiben an Stadtbürgermeister Joachim Müller  eine gemeinsame Initiative aller im Rat der Stadt Braubach vertretenen Fraktionen zur Entschärfung der Gefahrenpotentiale auf dem Schulweg von Braubach zum Schulzentrum in Lahnstein. Außerdem sollte hierbei auch ernsthaft eine Überprüfung der  extremen Benachteiligung der Schüler und Eltern aus Braubach gefordert werden, da weder eine Schülerfahrkarte des Rhein-Lahn-Kreises noch eine andern Orts übliche Überlappungszone, um den Tarif zu senken, in Vergangenheit und Gegenwart zur Entspannung des Gefahrenpotentiales in Betracht gezogen wurden.

 

Nachfolgend die Begründung des Antrages an Hand einer

Analyse der Gefahren- und Problemlagen und möglichen Lösungsansätzen,

die vom stv. FBL-Mitglied im Ausschuss für Jugend, Familie, Kultur, Sport und Tourismus, Thomas Schechter, nach einer umfassenden Aussprache in der Fraktion erstellt wurde.

Schechter verwies hierbei auch als betroffener Vater von 3 schulpflichtigen Kindern auf die wenig bürgerfreundliche Resonanz hinsichtlich seiner bisherigen Kontaktaufnahmen zum Verkehrsträger.

Das Schulzentrum Lahnstein (Realschule Plus und Marion-Dönhoff-Gymnasium) beschwert sich wie viele andere Schulen über die zahlreichen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und das damit verbundene „Verkehrschaos“.Für die Schüler aus Braubach erkennt Schechter eindeutige Gründe, warum so viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen:

Zwischen Oberlahnstein - Tankstelle und Braubach - Blosberg ist die Tarifgrenze zwischen den Tarifwaben Lahnstein 501 und Braubach 504.

Damit gilt bei einer Fahrt von der Tarifwabe 501 in die Tarifwabe 504 die Preisstufe 2 für alle Fahrkarten.

Eine Schülermonatskarte kostet damit 53,80 €. Bezogen auf die eigene Familiensituation als Beispiel mit drei Kindern, die zum Schulzentrum fahren, summiere sich dies auf 161,40 €. Es lohne sich in diesem Fall auch finanziell die Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren, so Schechter in der Aussprache in der FBL-Fraktion.

Für diese Problematik ergeben sich zwei Lösungsmöglichkeiten

1.    Prüfung ob ein Anspruch auf eine Schülerfahrkarte des Rhein-Lahn-Kreises besteht, obwohl der Schulweg weniger als 4 Kilometer ist. Dazu ist Voraussetzung, dass der Schulweg besonders gefährlich ist.
Die FBL-Fraktion hält den genutzten Schulweg zwischen Braubach und Lahnstein schon seit Jahre für sehr  gefährlich, da er die Stadtausfahrt Braubach-Nord, die Shell-Tankstelle Oberlahnstein mit Aldi-Zufahrt und die Auffahrt zur B42 quert.
Als Beispiele für solche Lösungen kann hier die Stadt Koblenz mit einem pauschalen Fahrtkostenzuschuss ab 2 Kilometern und die Stadt Andernach mit der Ausnahme für den Stadtteil Miesenheim benannt werden, wie Thomas Schechter anhand entsprechender Internet-Recherchen in der Fraktion erläuterte.

2.    Schaffung einer Überlappungszone zwischen den Tarifwaben 504 Braubach und Lahnstein 501. Solche Überlappungszonen gibt es z.B. zwischen den Tarifwaben  501 Lahnstein und Miellen/Frücht) und im gesamten Stadtgebiet Koblenz.                                                                                                              Der Preis für eine Schülermonatskarte der Preisstufe 1 würde dann 36,80 € betragen (statt 53,80 € !).

Die FBLer hoffen nun, dass im Schulterschluss mit den anderen Fraktionen die Stadt Braubach der Artikel den Rhein-Lahn-Kreis auf diese Problematik aufmerksam macht und der Rhein-Lahn-Kreis als Mitbetreiber des Verkehrsverbund Rhein-Mosel hier eine zeitnahe Lösung findet.

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